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TU Berlin

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Projektergebnisse

Die partnerschaftliche Entwicklung von Produkten verstärkt die ohnehin hohe Komplexität in der Produktentstehung weiter durch die große Heterogenität von Organisationskulturen, Prozessabläufen, IT-Systemen usw., die durch das Zusammenkommen unterschiedlicher Unternehmen in einem Entwicklungsprojekt entsteht. Insbesondere KMU müssen aufgrund ihrer begrenzten Ressourcen bei der Bewältigung dieser zusätzlichen Herausforderungen unterstützt werden.

Im Projekt DIP wurde vor diesem Hintergrund ein ganzheitliches Referenzmodell entwickelt, welches auf den Stärken etablierter Reifegradmodelle, die im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche erhoben wurden, aufbaut und zugleich die Schwäche einer fehlenden Ganzheitlichkeit bei der Betrachtung des kollaborativen Entwicklungsumfelds ausgleicht. Diese Ganzheitlichkeit bezieht sich auf das Zusammenspiel aus Prozessen, IT-Systemen und den dabei genutzten bzw. erzeugten Daten und Modellen (Artefakten), die in ihrer Gesamtheit zusammenspielen und über die Qualität der geleisteten Entwicklungsarbeit entscheiden. Dieses Zusammenspiel muss mit jedem Partner neu etabliert und justiert werden, sodass eine dynamische Reifegradbewertung für jede Entwicklungspartnerschaft in Abhängigkeit vom jeweiligen Projektkontext hinsichtlich der optimalen Ausgestaltung bewertet werden muss, um die Reife der gemeinsamen Entwicklungsumgebung und entsprechende Verbesserungspotenziale erkennen zu können. Das DIP Referenzmodell bietet dafür ein insbesondere für KMU leicht anwendbares Assistenzsystem, welches eine solche dynamische Bewertung in Abhängigkeit vom Projektkontext ermöglicht. In vier Schritten wird ausgehend vom verantwortlichen Integrator (Verantwortung für das Gesamtprodukt und die Zusammenarbeit der Partner) zunächst der Projektkontext ermittelt und daraus die spezifische, optimale Ausgestaltung der kollaborativen Entwicklungsumgebung in all ihren Dimensionen (SOLL-Zustand) über eine Bewertungslogik bestimmt. Diese Dimensionen umfassen entsprechend der angestrebten ganzheitlichen Betrachtung, die eigentlichen Entwicklungsaktivitäten, die dafür benötigten IT-Systeme, organisatorische Strukturen und Prozesse, sowie die Artefakte, die das eigentliche Entwicklungsergebnis sind. Auf Basis einer IST-Erhebung, in Form eines geführten Fragebogens im Assistenzsystem, kann dann der Abgleich mit dem projektspezifischen SOLL-Zustand erfolgen. Die Reife ergibt sich entsprechend aus der Differenz aus IST und SOLL, wobei vordefinierte Verbesserungsmaßnahmen zielgerichtet in den Bereichen mit besonders niedriger Reife ausgeleitet werden.

Durch das Projekt ist es KMU möglich, ihre Entwicklungsumgebung in kollaborativen Projekten einfach, schnell und selbstständig zu bewerten und Optimierungspotenziale zu erkennen. Für die virtuelle Produktentstehung konnte somit erstmals ein ganzheitliches Reifegradsystem entwickelt werden, welches den starken Prozessfokus anderer Reifegradmodelle überwindet.

Der Abschlussbericht kann über die FQS Forschungsgemeinschaft Qualität e.V. bezogen werden. Die Projektergebnisse in Form des entwickelten Reifegradmodells kann untenstehend aufgerufen werden.

Kollaborationsreifecheck.de jetzt verfügbar

Lupe [1]

Unser entwickeltes Reifegradmodell ist nun unter kollaborationsreifecheck.de verfügbar. Dort kann in Form eines Selbstassessments die Bewertung und Analyse der eigenen kollaborativen Entwicklungsprojekte durchgeführt werden.

Jetzt selbst bewerten auf kollaborationsreifecheck.de [2]

Demonstrator zum Download

Der im Forschungsprojekt entstandene Demonstrator kann als Excel-Datei ebenfalls heruntergeladen und zu Bewertungszwecke verwendet werden. Zur Nutzung ist die Ausführung von Makro-Elementen erforderlich.

Demonstrator für die kollaborative Produktentwicklung [3]

Veröffentlichungen

Randermann, M:; Blüher, T.; Jochem, R.; Stark, R. (2019): Reifegradmodelle in der Produktentwicklung. In: ZWF Zeitschrift für wirtschaftlichen Fabrikbetrieb: Vol. 114, Nr. 4, S. 184-186.
DOI: 10.3139/104.112070   [4]

Randermann, M.; Blüher, T.; Jochem, R.; Stark, R. (2019): Quality Attributes for Collaborative Product Development. In: Proceedings of the 8th International Conference on Mechanics and Materials in Design (M2D 2019), S. 175-176.

Randermann, M., Blüher, T., Jochem, R., & Stark, R. (2020): Literature review of quality attributes for collaborative product development. Proceedings of the Institution of Mechanical Engineers, Part C: Journal of Mechanical Engineering Science.
DOI: 10.1177/0954406220941544  [5]

Blüher, T.; Randermann, M.; Rosa, M.; Stark, R.; Jochem, R. (2020) Issues in distributed Engineering of SMEs over the Collaboration Life Cycle. In: Procedia 30th CIRP Design 2020

DOI: https://doi.org/10.1016/j.procir.2020.02.194  [6]

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